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Hamburger Abendblatt:
Mutter bangt - und die Ärzte streiten ums Geld
Hoffnung: Die Angehörigen von Schwerstpflege-Patienten tragen ohnehin ein hartes Schicksal. Jetzt geraten ihre Liebsten in eine Auseinandersetzung im Gesundheitswesen.

Seit zehn Jahren lebt Ute Prügel (49) im Therapiezentrum "Haus Roland" in Wedel. Bei einer Operation war ihr Herz stehengeblieben. Die Krankenhausärzte holten sie ins Leben zurück. "Damals haben sie sich intensiv um meine Tochter gekümmert", erinnert sich die Mutter. Doch dieses Vertrauen in das Gesundheitssystem schwindet fast täglich. Beständig werden Therapie und medizinische Versorgung weniger bezuschußt. Jetzt muß die manchmal arg verzweifelte Mutter auch noch um den letzten Rest der ärztlichen Betreuung bangen.

"Die Kassenärztliche Vereinigung hatte Haus- und Fachärzte in der Region Wedel aufgefordert, nicht mehr für unser Haus tätig zu werden", erklärt Heimleiter Lars Thomsen (43). Die Ärzte seien überfordert, die Patienten müßten in einer Klinik versorgt werden, hatte die Organisation wie berichtet argumentiert, die für ihre Standeskollegen 350 Millionen Euro pro Jahr im Land verteilen. "Die KV versucht, teure Patienten ins Budget für die Krankenhäuser zu schieben", meint Thomsen.
 
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