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Thomae: Diskriminierungt ältere Ärzte durch schwarz-rot-grün
Gesundheitspolitischer Sprecher der FDP zur Altersgrenze von 68 Jahren für Vertragsärzte
Zu der heutigen Beratung im Ausschuss für Gesundheit und Soziale Sicherung des Deutschen Bundestages über den Antrag der FDP-Bundestagsfraktion, die Altersgrenze von 68 Jahren für Vertragsärzte abzuschaffen, der mit einer Ablehnung des Antrages durch SPD, Grüne und CDU/CSU geendet hat, erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Dieter Thomae:

SPD, Grüne und CDU/CSU wenden sich dagegen, dass Vertragsärzte über das 68. Lebensjahr hinaus tätig sein können. Das ist eine Diskriminierung älterer Ärzte und schränkt die Berufsfreiheit in unzulässiger Weise ein, obwohl sich ein Mangel an Ärzten abzeichnet. Es bevormundet die Patienten der Gesetzlichen Krankenkasse, die weiterhin bei einem solchen Arzt in Behandlung bleiben wollen. Und es läuft der Ankündung der Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt auf dem Deutschen Ärztetag zu wider, etwas dagegen tun zu wollen, dass nicht besetzte Arztsitze zu einer Gefährdung der flächendeckenden Versorgung führen.
Als die Regelung 1993 für die Zeit ab 1.1.1999 beschlossen worden ist, gab es noch eine gewisse Rechtfertigung für einen solch rigorosen Schritt, weil wegen des Ärzteüberschusses die Zukunftsperspektiven aufgrund der Zulassungsbeschränkungen für junge Ärzte sehr schlecht waren und sie nur dann gute Chancen hatten, wenn ältere Ärzte mit ihrer Praxis aufhörten. Aber diese Zeiten sind vorbei. Es gibt nun endgültig keine Rechtfertigung mehr für diese Form der Diskriminierung.
 
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